Wichtige Hinweise zur Dokumentation und Durchführung (Miktionsprotokoll)

Für den Erfolg der Therapie ist es wichtig, die Urinmengen regelmäßig zu messen und in einem Protokoll zu notieren. Das Ziel ist es, dass die Blase pro Entleerung ein Volumen von etwa 400-500 ml nicht überschreitet, um eine Überdehnung des Blasenmuskels zu verhindern.


Der richtige Ablauf beim Messen:

  1. Natürliches Wasserlassen: Gehen Sie zuerst ganz normal auf die Toilette und fangen Sie den Urin in einem Messbecher auf. Notieren Sie diese Menge.
  2. Anschließendes Kathetern: Führen Sie direkt danach den ISK durch, um den verbliebenen Urin (den Restharn) vollständig abzulassen. Messen Sie auch diese Menge und notieren Sie sie.



So werten Sie die Ergebnisse aus:

  • Gesamtmenge im Blick behalten: Zählen Sie beide Mengen (normaler Urin + katheterisierter Restharn) zusammen. Diese Summe sollte nicht über 400-500 ml liegen.
  • Erfolgskontrolle: Durch den Vergleich der Werte sehen Sie genau, ob das Residualvolumen – also der Restharn, der nach dem normalen Toilettengang in der Blase zurückbleibt – mit der Zeit langsam abnimmt. [1]
  • Geduld ist wichtig: Die Erholung des Blasenmuskels bei einer atonen Blase ist ein biologischer Prozess, der sehr lange Zeit in Anspruch nehmen kann.
  • Anpassung der Abstände: Wenn die Gesamtmenge (oder die reine Restharnmenge beim Kathetern ohne vorheriges Wasserlassen) regelmäßig über 400 ml liegt, sollten Sie die zeitlichen Abstände zwischen den einzelnen Katheterisierungen verkürzen. Das bedeutet: Kathetern Sie häufiger über den Tag verteilt.


Regelmäßige ärztliche Kontrolle

Die dokumentierten Befunde und der Verlauf der Restharnmengen sollten einmal jährlich überprüft werden. Dies lässt sich am besten optimal mit der ohnehin empfohlenen, jährlichen urologischen Vorsorgeuntersuchung verbinden.