Historie / Prävalenz
Morbus Peyronie, auch bekannt als Peyronie-Krankheit, ist eine medizinische Erkrankung, die den Penis betrifft. Diese Erkrankung ist nach dem französischen Chirurgen François Gigot de la Peyronie benannt, der sie im 18. Jahrhundert erstmals beschrieb. Bei der Induratio penis plastica handelt es sich um eine eigenständige Erkrankung des Penis. Sie ist zwar gutartig ist, führt aber oftmals zu schweren Veränderungen in der Penisstruktur/ -anatomie mit ausgeprägten Verkürzungen oder Verkrümmungen des Penis, so dass Geschlechtsverkehr teilweise erschwert oder unmöglich wird.
Studien haben gezeigt, dass über die Hälfte der davon betroffenen Männerwerden dadurch in eine depressive Stimmung verfallen. Immerhin werden ca. 5 % aller Männer von dieser Erkrankung betroffen - alleine in Deutschland vermutlich ca 2 Millionen, so dass man hier nicht von einer wirklich seltenen Erkrankung sprechen kann.
Wesentlich häufiger findet man eine Induratio penis plastica bei Patienten, welche eine Erektile Dysfunktion und/oder einen Diabetes mellitus haben, wobei hier Studien zufolge die Häufigkeit einer Induratio penis plastica zwischen 7,9-8,1 % beträgt, bei einem Durchschnittsalter der untersuchten Männer von 54 Jahren (El-Sakka, A.I., Eur Urol 49, 564-569, 2006, El-Sakka, A.I. et al: J.urol 174, 1026-1030, 2005).
Bislang gibt es keine zuverlässigen nationalen und/oder etnologischen Studien zur Prävalenz der Induratio penis plastica, da viele davon betroffenen Männer keinen Arzt aufsuchen bzw. die Krankheit bei Befragung nicht anbgeben. Schätzungen unter Experten zufolge dürfte sich die Prävalenz der Induratio penis plastica bei 5% oder evtl. noch höher bewegen, wobei eine klare Altersabhängigkeit gegeben ist.

